Teneriffa Sandbaden: Psammotherapie am Playa de la Arena

In der modernen Naturheilkunde heisst das Thema: „zurück zur Natur, da wo wir hergekommen sind“. Es werden immer wieder alte, in Vergessenheit geratene Anwendungen der Volksmedizin, die uns die Natur bietet, ausgegraben oder neu entdeckt. Dazu gehört auch das

Sandbaden
oder auch
Psammotherapie
genannt

Beste Bedingungen zum Sandbaden bietet der Playa de la Arena, noch dazu mit schwarzem Lavasand!
Am Playa de la Arena befindet sich genügend schwarzer Lavasand der sich besonders für ein gesundheits förderndes Sandbad eignet.

“pasmos” steht im Griechischen für “Sand” - daher der Begriff der Psammotherapie.





Es ist wenig bekannt, dass Sand seit Jahrtausenden zu therapeutischen Zwecken eingesetzt wird, um Symptome von Krankheiten zu lindern oder auch zu heilen. Menschen mit Rückenleiden, Rheuma und Verspannungen empfinden es als wohltuend, im von der Sonne aufgeheizten Sand zu liegen.

Am Playa de los Cristianos haben die Schweden bereits 1960 die erste Rehabilitationsklinik der Kanaren - die „Clinica Vintersol“ gegründet. Damals war noch der ursprüngliche graue Lavasand am Strand vorhanden. Zur Klinik-Therapie gehörte auch das Sandbaden oder die Psammotherapie bei neurologischen Krankheiten, Rheuma- und Gelenkerkrankungen sowie MS-Erkrankungen, wobei Linderungen festzustellen waren.
Als Wellness Einrichtung sind Sandbäder unter freiem Himmel nur da möglich, wo es Sonne und Sand im Überfluss gibt und das ist auf Teneriffa an der Südwest-Küste der Fall. Dort befindet sich auch eine spezielle Klimazone, welche Mikroklimazone heisst und die meisten Sonnentage von Teneriffa aufweist. Schon die Ureinwohner wussten um die heilende Wirkung und gruben ihren gesamten Körper im schwarzen Lavasand ein, sodass nur noch der Kopf herausschaut und badeten ca. 20-30 Minuten im Sand.

Herr Jürgen Kleinschmidt - Professor für Kurortmedizin in München - erklärt, dass die sogenannte Psammotherapie den Körper komplett umhüllt und so dann die Wärme des Sandes über den gesamten Körper aufgenommen werden kann. Vorteilhaft ist, dass man bei einem Sandbad nicht versinkt wie z.B. bei einem Fangobad und der Sand sich an den Körper anschmiegt. Bei Körperbewegung entsteht durch die Reibung von den Sandkörnchen eine angenehme Massagewirkung. Diese wiederum fördert die Durchblutung. Bei stärkerer Reibung, z.B. durch barfuss gehen im Sand, kommt es sogar zu einem Peeling-Effekt. Die Haut wird so von Verhornung und Schuppen befreit. Die Sonne kann gerade schwarzen Sand sehr hoch aufheizen. Deswegen muss natürlich darauf geachtet werden, dass man nicht in der Mittagshitze barfuss durch den Sand läuft, da man sich sonst die Fuss-Sohlen verbrennen könnte. Man sollte also immer auch Sandaletten oder Strandschuhe mitnehmen. Trockener Meersand ist hundertprozentig anorganisch, weist also keine Mikroorganismen auf wie z.B. Bakterien oder Algen.





Hintergrund zur Psammotherapie

Eine kürzlich veröffentliche russische Studie legte nahe, dass warmer Sand nicht nur bei Gelenkbeschwerden nützlich sein könnte, sondern es wurde auch herausgefunden, dass sich offenbar die Atmung und der Blutfluss verbessert.

Ursprünglich kommt die Psammotherapie aus dem alten Ägypten und wurde dort bei Schmerzen der Rückenmuskulatur, verschiedener Muskelgruppen oder Schmerzen im Becken oder Schultergürtel angewendet.

Dr. Michael Süss hat an der neurologischen Universitätsklinik Dresden einen Messplatz eingerichtet für den Effizienznachweis der Psammotherapie. Sie findet Anwendung in der Frauenheilkunde, Kinderheilkunde, bei Erkrankungen des Nervensystems und der ableitenden Harnwege sowie in der Sportmedizin.
Leider gibt es wenig wissenschaftliche Untersuchungen zur Psammotherapie.

Siegfried Piller von der Bio-Finca Constanza, Teneriffa Südwest, und der Physikprofessor Günter Schön aus Münster, welcher viele Jahre auf Teneriffa Süd lebte, konnten auch die gesundheitsfördernde Wirkung des schwarzen Lavasandes von Playa de la Arena bestätigen.
Privatstudien der Beiden berichten, dass der schwarze bzw. graue Lavasand sich biochemisch ganz anders verhält als der helle Quarzsand.

Die Privatforschungen von Piller und Schön zeigen, dass verschiedene Spurenelemente in verschmolzener Form im schwarzen Lavasand vorhanden sein müssen: Wir wissen nicht genau, wie viele Elemente im Lavasand enthalten sind und welche Auswirkungen diese genau auf den menschlichen Organismus haben, jedenfalls wissen wir, das Sand auf natürliche Weise grossen Heilerfolg bewirken kann. Aus der Biochemie ableitend nehmen wir an, dass nach dem periodischen System der Elemente ein Ionenaustausch zu den verschiedenen Molekülen, auch untereinander innerhalb des Lavasandes erfolgt. Eine ähnliche Situation wie beim Auto der Kriechstromeffekt. Diese ganz geringe Spannung, die vielleicht im Mega-Volt-Bereich entsteht - wir wissen es nicht genau - kann ausreichen, die Blutzirkulation positiv zu beeinflussen. Die Folge ist, dass kranke Körperzellen besser durchblutet werden und somit auch mit mehr Sauerstoff versorgt, was wiederum eine Schmerzbefreiung bei Patienten bewirken kann. Ausserdem durchdringt die Wärme den gesamten Körper auf eine angenehme Weise. Nicht nur dies, sondern die gesamte Körperenergie verändert sich nach einem Sandbad. Schön mass die körpereigene Energie vor und nach einem Sandbad und stellte dadurch eine erhebliche Anhebung des Energieniveuas fest.

Der große Vorteil beim Sandbad ist die gleichmässige Wärmeabgabe. Dabei wird die Durchblutung und der Zellstoffwechsel auf schonende Weise angeregt. Es fördert die Entkrampfung der Muskulatur und Schmerzlinderung. Ausserdem ist das Sandbad optimal zur Diätunterstützung, weil die Schlackenstoffe abtransportiert werden. Weitere Anwendungen der Sandbadtherapie sind starke Muskelverhärtungen, Ischias, Skeletterkrankungen, Weichteilrheuma oder Osteoporoseschmerzen.

Der Lavasand steht unter Naturschutz. Das Entnehmen von Lavasand ist deshalb untersagt. Trotzdem nehmen manche Menschen eine Tüte Sand mit nach Hause, um den Sand dann in der Backröhre aufzuwärmen und diesen zu Heilzwecken einzusetzen.

Auf Wunsch kann die Bio-Wellness-Finca Constanza eine erfahrene Begleitperson vermitteln.

Erfahrungsberichte über das Sandbaden

Erfahrungsbericht von Ilona

Das Sandbad in Playa de la Arena würde ich an einem sonnigen Vormittag empfehlen.
In der Nachmittagszeit wird der schwarze Lavasand so stark aufgeheizt, dass man diese Therapieform nicht anwenden kann. Je nach individueller Hitzeempfindlichkeit soll die Eingrabtiefe vairiert werden. Der Sand an der Oberfläche ist mehr aufgeheizt als der Sand in den darunterliegenden Schichten.
Menschen mit einer Platzangstphobie sollten diese Therapie nicht ohne therapeutische Begleitung durchführen. Das Sandbaden empfand ich als entspannendes und harmonisierendes Erlebnis. Nach 15 Minuten bin ich ziemlich ins Schwitzen gekommen und glaubte dabei auch den positiven Nebeneffekt der Entgiftung wahrzunehmen. Nachdem mir die Schweissperlen von der Stirn rollten, hatte ich das starke Bedürfnis, mich in die Wellen des Atlantiks zu stürzen. Ich empfand die Polarität „Wärmebehandlung“ in Kombination mit dem „abkühlenden Meerwasser“ als einen besonderen Energiekick.
Vergessen Sie bei dieser Therapie nicht, Ihrem Organismus reichlich Flüssigkeit zuzuführen. Eine Begleitperson für diese Therapie ist unentbehrlich. Menschen mit bestimmten Krankheitsbildern - insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen - sollten vorher einen Arzt konsultieren.
Falls die Rote oder die gelbe Fahne am Strand ausgehängt ist, sollten Sie sich nicht im Meer abkühlen sondern die Strandduschen benutzen. Auch die Lautsprecherdurchsagen durch die Aufsichtspersonen (Bademeister) am Strand - meist in spanisch und englisch müssen beachtet werden.

Erfahrungsbericht von Wolfgang

Ich war in Begleitung mit einer Heilpraktikerin zum Sandbad in Playa de la Arena. Es war Spätnachmittag und der Sand war von der Tagessonne schön aufgeheizt. Nachdem ich eine flache Kuhle gegraben hatte, legte ich mich hin und meine Begleitperson deckte mich mit dem umliegenden Sand bis zum Hals zu. Die Arme ab Unterarm wollte ich gerne frei behalten. Mein Kopf wurde auf ein Handtuch gebettet. Ein kleiner Sonnenschirm wurde so platziert, dass mein Kopf mit meinem Gesicht im Schatten lag. Während dem Sandbad wurde mein Puls gemessen, er war ohne Besonderheiten. Zwischendurch wurde mir Trinkwasser angeboten, aber ich verspürte keinen Durst. Die Wärme des Sandes empfand ich als wohltuend und entspannend. Nach ca. 25 Minuten schälte mich die Therapeutin vorsichtig aus dem Sand und ich stand auf. Da an diesem Tag die rote Flagge gehisst war, das Meer also gefährliche Unterströmungen hatte, verzichtete ich auf ein erfrischendes Meerbad und spülte die Sandreste und der Dusche ab. Danach trank ich auch entsprechend, denn inzwischen war ich durstig geworden.

Erfahrungsbericht von Petra

Da ich als Heilpraktikerin tätig bin und von der gesundheitsfördernden Anwendung der Psammotherapie (Sandbad)schon viel gelesen und gehört hatte, wollte ich dies am eigenen Leibe ausprobieren, um meine Betreuungsgrundlage für weitere Sandbadtherapien meiner Patienten zu erweitern, zumal sich hier auf der Insel das Sandbad direkt in der Natur ohne künstliche Wannen und Sandfüllungen anbietet. Ich suchte mir eine Stelle mit gut aufgeheiztem Sand und grub eine oberflächliche Kuhle. Am Kopfende platzierte ich ein Handtuch. Dann begann ich von den Füssen an meine Beine, Hüfte, Bauch, Brust bis zum Hals mit Sand zu bedecken. Nur noch meine Arme bleiben frei. Ich spürte wie meine Haut, meine Muskeln und meine Knochen und Gelenke die Wärme des Sandes wohltuend aufnahmen und ich entspannte von Kopf bis Fuss, unterstützt durch meine bewusste Atmung. Meinem Bedürfnis folgend grub ich meine Hände auch in den warmen Sand und spürte auch in Fingern und in den Handgelenken die wohltuende Wärme. Mein Plus blieb normal, allerdings empfand ich ihn, wie wenn er ein wenig kräftiger als üblich pochte. Nach ca. 10 Minuten verspürte ich ein grosses Durstgefühl und trank ½ Liter Wasser mit Genuss. Nach 30 Minuten Sandbad entfernte ich den Sand und ging zu einem kurzen Reinigungsbad ins Meer. Ich blieb nicht lange im Meer, um die Wärmewirkung nicht völlig zu verlieren. Nach meiner eigenen Erfahrung kann ich nun sagen, dass die Wärme besonders ihre Wirkung an den Gelenken entfaltet hatte. Fussgelenke, Knie, Schultergelenke, Ellenbogen und Handgelenke fühlten sich gut an.

Alle Fotos, Filme und Berichte für diese Strandbeschreibung wurden von der Bio-Wellness-Finca-Constanza mit den dazugehörigen Texten erstellt. Urheberrecht. www.finca-constanza.com und www.finca-constanza.de