Ausflug Teneriffa: Pico del Teide
Entfernung von der Bio-Wellness-Finca Constanza ca. 54 km.
Der Pico del Teide ist ein Vulkan und mit 3.718 Metern die höchste Erhebung auf der Kanarischen Insel Teneriffa und ebenfalls höchster Berg auf spanischem Staatsgebiet. Seine Hänge sind kaum bewachsen. Er erhebt sich aus einer riesigen Caldera mit 17 Kilometer Durchmesser namens Las Cañadas. Nach älteren Vorstellungen entstand sie vor 170.000 Jahren aus einem älteren Vulkan, dessen entleerte Magmakammer in sich zusammenbrach. Heute nimmt man jedoch an, dass die "Caldera" bzw. deren südlicher Rand das "Amphitheater" einer Trümmerlawine war, die nach Norden ins Meer rutschte. Die Geologen vermuten, dass das unterseeische Plateau im Norden Teneriffas das abgerutschte Material dieses gigantischen Abrutsches ist. Den Teide selbst kann man nicht als einen Vulkan, der aus einem Guss entstanden ist, ansehen. Der Komplex Teide-Pico Viejo ist ein Schichtvulkan, der sich durch die Anhäufung von Material aufeinander folgender Eruptionen bildete. Der 200 Meter hohe Teidegipfel El Pitón entstand ebenfalls aus einem älteren Krater. Obwohl auf der Insel ganzjährig milde Temperaturen herrschen, liegt im Winter auf dem Gipfel Schnee.
Der letzte Ausbruch am Teide-Massiv fand am 18. November 1909 am Chinyero, einem Schlackenkegel 10 km nordwestlich des Gipfels statt. Innerhalb der Caldera ereignete sich der letzte Ausbruch im Jahre 1798 an den Narices del Teide, die an der Flanke des westlichen Nachbarvulkans Pico Viejo (3.134 m) liegen. Im Jahre 1954 wurde der Teide und die ihn umschließende Caldera als Nationalpark ausgewiesen. Im Jahr 2004 besuchten 3.540.195 Menschen den Nationalpark. 2007 wurde das Gebiet des Parks von der UNESCO in die Liste des Weltnaturerbes aufgenommen. Seit Ende der 1990er Jahre wird die Einhaltung des Naturschutzes verschärft durch die permanente Anwesenheit von Wildhütern kontrolliert, was durch den starken Anstieg des Tourismus nötig wurde. Wandern abseits der vorgegebenen Wege wird nicht geduldet. Man kann den Teide über einen gut beschilderten Weg besteigen. Auf 3.260 Metern Höhe befindet sich eine Schutzhütte der Gemeindeverwaltung mit dem Namen Refugio de Altavista. Das historische Gebäude wurde saniert und hält auch eine Übernachtungsmöglichkeit bereit. Alternativ führt auch eine Seilbahn, die Teleférico del Teide, bis ca. 150 Höhenmeter unterhalb des Gipfels. Von der Bergstation aus verzweigt sich ein Netz von Wanderwegen.Für die Besteigung des Gipfels ist eine Genehmigung erforderlich, die man im Büro der Nationalparkverwaltung in Santa Cruz de Tenerife erhält. Man kann die Genehmigung nur online per Mail unter www.reservasparquenacionales.es einholen! Dort können dann freie Termine in einem Kalender eingesehen werden. Die Erlaubnis mit exakt deklariertem Zeitfenster wird in der Regel ohne Einschränkung gegen Vorlage einer Kopie des Ausweises erteilt, falls die Bedingungen auf dem Gipfel eine Besteigung erlauben.
Nationalparkverwaltung: Officina Parque Nacional
Calle Emilio Calzadilla 5 , Santa Cruz de Tenerife
Tel.: +34-922290129, Fax: +34-922244788
Montags bis freitags 9 bis 14 Uhr geöffnet; Kopie des Personalausweises aller beteiligten Personen mitbringen.
Rund 13 Kilometer nordöstlich vom Gipfel, befindet sich auf 2390 Metern Höhe das Observatorio del Teide des Instituto de Astrofísica de Canarias (IAC) mit seiner ESA Optical Ground Station (28°18'4.49"N,16°30'37.33"W). Sie dient einerseits der Satellitenbeobachtung sowie andererseits der Erprobung von optischen Kommunikationstechnologien für Raumfahrtanwendungen. Rund 3,5 Kilometer südlich der Talstation der Teide-Seilbahn auf der Landstraße TF-21 befinden sich die Roques de García, ein Ensemble vielfarbiger Felsnadeln. Der markanteste Felsen heißt Roque Chinchado („Steinerner Baum“). Die Felsformationen sind vermutlich Reste des ursprünglichen Vulkans.
Ausflug zum „Pico del Teide“
In das Reich des Gipfelkönigs, dem höchsten Berg Spaniens mit 3717 Meter ü.d.M. von der Bio-Wellness-Finca Constanza aus (Hinfahrt über die Westküste Auffahrt „Chio“ und Rückfahrt über die Südküste „Arona“)
Unser Tagesausflug beginnt von der Bio-Wellness-Finca Constanza in Armeñime aus Richtung Los Menores und Gui de Isora, dann geradeaus bis Chio und in Chio fahren wir bergauf durch eine wunderschöne Pinienlandschaft, die nicht nur die Urstille des Waldes ausstrahlt, sondern auch Pinienduft verströmt. Übrigens Pinienluft eingeatmet ist Balsam für die Lunge und die gesamten Atemwege. Ein kleiner Spaziergang im Wald lohnt sich. Mit Glück sieht man auch mal ein Eichhörnchen den Stamm hinaufeilen. Der Pinienwald wird abgelöst durch eine bizarre vulkanische Kraterlandschaft, bis wir zum Vulkankrater selbst gelangen bei der Wegkreuzung Boca Tauce in 2055 Meter ü.d.M. Das tief schwarze Lavagestein fasziniert mit seinen Formationen und grossflächigen Ausdehnungen. Der Krater verrät die unausweichliche Macht des Vulkanausbruches des mächtigsten und majestätischen Berges El Pico del Teide. Schliesslich führt die Fahrt durch den angrenzenden Nationalpark des Teide - Parque Nacional del Teide y de las Cañadas. Dieser steht unter Naturschutz. Achtung: Steine als Souvenir mitnehmen ist nicht erlaubt. Dann gelangt man zu einer besonderen Felsformation, die auch Finger Gottes genannt wird. Im Hintergrund ist der Teidegipfel zu sehen. Das Berghotel Parador in der Nähe in 2200 Meter ü.d.M. lädt mit seiner Cafeteria und Imbissmöglichkeiten zur Einkehr mit Kaffee und Kuchen oder kleinen Gerichten ein. Nach einer Stärkung geht es weiter durch die Kraterlandschaft bis El Portillo und rechts haltend nach Izaña. Hier befindet sich das Observatorium der Insel Teneriffa. Leider ist es nicht zur Besichtigung freigegeben. Von hier aus über den Bergkamm ist bei klarem Wetter auch ein atemberaubend schöner Blick auf die Nachbarinsel Gran Canaria möglich. Zurück zur Abbiegung und ca. 6 km weiter Richtung La Laguna finden wir in einer scharfen S-Kurve das eindrucksvolle Zeugnis der verschiedenen Erdschichten, die sich im Laufe der Zeit gebildet haben. Hier drehen wir dann um und beginnen die Rückreise durch den Krater bis zur Wegkreuzung Boca Tauce durch die Südseite des Pinienwaldes weiter in Richtung Vilaflor. Kurz vor Vilaflor können wir die älteste Pinie von Teneriffa besichtigen. Vilaflor ist ein Dorf mit nur 1600 Einwohnern und bietet einen traumhaften Mirador mit Blick bis zum Meer. Es ist das höchst gelegene Dorf Teneriffas mit 1400 Metern Höhe. Schliesslich geht es weiter bergab durch ein Weingebiet bis nach La Escalope. In der Nähe liegt das kleine Dörfchen Ivonche, das berühmt ist für kleine Restaurants mit typisch kanarischer Küche. Auf dem Speiseplan stehen hier z.B. Ziegenfleisch- und Kaninchenfleischgerichte. Dann geht es weiter nach Arona über La Camelia bis zur Auffahrt auf die Südautobahn Richtung Adeje. Von dort kommen wir dann wohlbehalten und mit vielen schönen Eindrücken auf der Bio-Wellness-Finca Constanza an.








